
Schon seit den 50er Jahren wird über den Wiederaufbau von Schloss Herrenhausen diskutiert. Der Bau wurde im Bombenhagel des zweiten Weltkriegs zerstört und zunächst nicht wieder aufgebaut. Seitdem klafft eine große Lücke zwischen der Mittelachse des Großen Gartens und des Berggartens. Einzig der
Ehrenhof und die Flanken sind erhalten geblieben. Nun soll der Wiederaufbau in die Tat umgesetzt werden. Besonders erfreulich ist, dass das Gebäude zumindest äußerlich dicht am zerstörten Original gehalten sein soll. Als Vorlage dient also die letze von Laves realisierte umgestaltung von 1821. Innerhalb des Gebäudes soll ein modernes, multifunktionales Tagungszentrum entstehen. Gemäß des Erbbaurechts- und des Mietvertrags überlässt die Landeshauptstadt Hannover der Volkswagenstiftung das Grundstück im Großen Garten für die nächsten 99 Jahre. An mindestens hundert Tagen im Jahr soll das Schloss für wissenschaftliche Veranstaltungen genutzte werden. Dabei wird das zukünftige Tagungszentrum durch ein Museum ergänzt, das darauf zielt, die besondere kultur- und geistesgeschichtliche Bedeutung des Ortes zu dokumentieren. Wenn alles glatt läuft, dann ist das Schloss 2012 fertig gestellt.
Zum Anlass des Wiederaufbaus habe ich einen
Früher-Heute-Vergleich des Großen Garten der Herrenhäuser Gärten online gestellt.
Quellen:
Bekanntmachung der Volkwagenstiftung Hannover,
HAZ-Artikel